Froschmann solo
Johannes Hayers
(Originalfoto)
Johannes Hayers arbeitet als Autor für Hörfunk, Fernsehen, Buch und Bühne. Sein Buch „Schnall dich an, sonst stirbt ein Einhorn“, das er zusammen mit Felix Achterwinter schrieb, wurde zum Bestseller. Johannes Hayers lebt in Düsseldorf und ist trotz der vielen Beziehungstricks noch immer kein Single.
Schöne Links:

Felix Achterwinter >
Mia L. Meier >
Lustige Zutaten für unser Leben kaufe ich immer bei www.kapati.de

Ich bin viel schöner, wenn ich recht habe

Interview mit Johannes Hayers

„Du bist viel schöner, wenn ich recht habe“, sagen Sie so etwas auch zu Ihrer Partnerin?

Nein, das würde ich niemals sagen. Denken schon.

Haben Sie Tricks wie im Buch auch schon einmal angewendet?

Schlimmere.

Erzählen Sie!

Ich bin ja nicht verrückt. Die sind ja noch nicht aufgeflogen. Also vielleicht im nächsten Buch. Dann ist auch mal ein Trick von mir mit dabei.

Woher haben Sie und Mia L. Meier eigentlich so viele Tricks, kennen Sie so viele Leute?

Nein, aber wir kennen Leute, die viele Leute kennen. Und die haben wir gebeten uns von ihren engsten Freunden bis zu ihren entferntesten Verwandten und Bekannten Geschichten zuzutragen. Die Menschen sind ja heutzutage überallhin vernetzt. Da kommt einiges zusammen. Und dann folgen die Auswahl und die Schreibarbeit.

Haben Sie das beim Einhornbuch auch so gemacht?

Ja, als mir die Eltern für das Einhornbuch Geschichten erzählt haben, bin ich auch auf die Idee zu diesem Buch gekommen. Weil einige auch gleich Geschichten über ihr Paarleben zum Besten gegeben haben. Es soll ja Menschen geben, die haben Kinder und sind trotzdem noch ein Paar.

Wenn ich mir andere Ratgeber anschaue … würden Sie Ihre Bücher als Ratgeber einordnen?

Im engeren Sinne nicht. Wir geben ja keine Ratschläge, wir erzählen erlebte Geschichten möglichst unterhaltsam weiter. Auch unpädagogische. Das sind keine Geschichten wie die Gleichnisse von Jesus. Wir erwarten vom Leser nicht, dass er sich in seinem Leben danach verhält. Ich sage das mit Jesus jetzt nur, weil ich, seit ich einige Kritiken zum Einhornbuch gelesen habe, erkannt habe, dass man Pädagogik dogmatischer betrachten kann als eine Religion. Selbst wenn man reinschreibt: „Es ist keine gute Pädagogik“, kommt der Vorwurf: „Das ist aber keine gute Pädagogik“. Wobei der Erfolg des Buches ja – Gott sei Dank – auch zeigt, wie viele Menschen das dann doch richtig verstanden haben. Menschen, die sich also eingestehen, nicht pädagogisch perfekt zu sein. So wie die Eltern im Buch auch nicht perfekt sind. Ich finde, das entlastet. Und, das möchte ich noch sagen, auch gar nicht perfekt sein wollen. Haben Sie mal gesehen, was aus Kindern wird, deren Eltern eine perfekte Erziehung angestrebt haben?

Ich kenne ein paar Opfer übereifriger Pädagogik, ja. Und wie ist es bei den Beziehungstricks, haben Sie da auch genug unperfekte Paare gefunden?

Ja, natürlich, sonst gäbe es ja dieses Buch nicht. Wir blickten in keine einzige komplett heile Beziehungswelt, aber jede erschien uns trotzdem lebenswert und die Partner fanden einander auch liebenswert. Das hat auch viel mit dem Humor zu tun, mit dem sie einander begegnen.

Mal eine andere Frage: Wieso sehen wir kein Foto von Ihnen?

Da ist doch eins. So sehe ich aus, nur die Farbe der Krone wechselt. Im Moment trage ich Pink. Nein, der wahre Grund ist: Ich möchte anonym recherchieren. Wenn ich im Café sitze und zuhöre oder wenn in meinem Beisein jemand etwas erzählt, möchte ich nicht erkannt werden. Ich habe ja noch vor ein paar Bücher zu schreiben.

Und darauf freuen wir uns. Und wie läuft Ihre eigene Beziehung so?

Mal überlegen.

Sie überlegen?

Ich möchte nichts Falsches sagen.

Angst?

Ja. Natürlich.

Also? Nur Mut!

Ich denke, ich werde zunächst meinen Anwalt konsultieren. Ich möchte das Beziehungsbuch ungern an den Kopf geworfen bekommen, wenn ich nach Hause komme.

Aha, dafür ist dieses Beziehungsbuch also auch noch geeignet?

Ja, dafür ist es auf jeden Fall auch noch geeignet.

Na, das nenne ich doch mal eine absolute Kaufempfehlung!

Das sehe ich genauso.